Unsere Pflegeversicherung: wenn es ohne Hilfe nicht geht.

Als Versicherte(r) der SIEMAG BKK sind Sie nicht nur im Krankheits-, sondern auch im Pflegefall optimal abgesichert. Ob Pflegedienst oder private Pflege – unsere Pflegeversicherung unterstützt Sie finanziell dabei, Ihren Alltag zu bewältigen, wenn Sie dies alleine nicht mehr können.


Interesse? Fragen? Einfach anrufen.

Wir beraten Sie gerne persönlich zu allen Ihren Fragen. Folgende Ansprechpartner können Sie anrufen, wenn es um Pflegeversicherung, Hilfe im Pflegefall, Kostenfragen, Hilfe für Familienangehörige und Pflegende geht. Bei speziellen Aspekten verbinden wir Sie auch gerne mit dem passenden Fachberater:

Monika Bauer
Anrufen: 02733 29-2859
Anja Wagner
Anrufen: 02733 29-2894
Nadine Scheffe
Anrufen: 02733 29-2959
Stefanie Arens
Anrufen: 02733 29-2884
Kevin Höchst
Anrufen: 02733 29-2894

Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung in diesem Zusammenhang

Einstufung der Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftig sind Menschen, die wegen einer Krankheit oder Behinderung im Alltag dauerhaft auf Hilfe angewiesen sind. Sie benötigen Unterstützung bei täglichen Verrichtungen. Dabei standen bislang körperliche Einschränkungen und der in Minuten gemessene Hilfebedarf im Vordergrund. Das sind insbesondere Menschen, die beispielsweise an einer Demenzerkrankung leiden. Ihre eingeschränkte Alltagskompetenz musste extra festgestellt werden, damit sie einzelne Leistungen der Pflegeversicherung beziehen konnten, wie allgemeine Beaufsichtigung und Betreuung.

Damit ist jetzt Schluss. Der Pflegebedürftigkeitsbegriff definiert in der Pflegeversicherung, wer in welchem Umfang Leistungen beziehen kann. Seit Januar 2017 orientiert sich dieser Begriff der Pflegebedürftigkeit nun am tatsächlichen und umfassenden Unterstützungs- und Hilfebedarf.

Pflegeleistungen werden künftig daran gemessen, wie selbständig die Betroffenen bei der Bewältigung ihres Alltags sind. Es spielt dabei keine Rolle mehr, ob körperliche oder psychische Einschränkungen im Vordergrund stehen und welche Hilfeleistungen gemessen als Zeitanteil tatsächlich erbracht werden. Zu bewerten ist allein, ob die Person die jeweilige Aktivität praktisch durchführen kann. Alle Pflegebedürftigen erhalten damit einen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung.

Fünf Pflegegrade statt drei Pflegestufen

Dazu werden die bisherigen drei Pflegestufen in bedarfsgerechtere und neu konzipierte fünf Pflegegrade überführt, die seit Januar 2017 gelten. Die Hauptleistungsbeträge der Pflegeversicherung betragen ab dem 1. Januar 2017 (in Euro):

Pflegegrad 1Pflegegrad 2Pflegegrad 3Pflegegrad 4Pflegegrad 5
Geldleistung ambulant316545728901
Sachleistung ambulant689129816121995
Entlastungsbetrag ambulant (zweckgebunden)125125125125125
Leistungsbetrag stationär770126217752005

 

Bei der Antragstellung sind unsere Pflege-Experten behilflich. Ebenso stehen wir Ihnen beratend zur Seite, wenn es darum geht, sich für eine Pflegeoption zu entscheiden oder diese gegebenenfalls optimal zu kombinieren:

Pflegeoptionen sind:

  • Pflege zuhause
  • Tagespflege/Nachtpflege (die zu pflegende Person kommt jeden Tag nach Hause zurück)
  • Kurzzeitpflege/Verhinderungspflege (Vollstationäre Pflege als Überbrückung für einen vorübergehenden Zeitraum)
  • Vollstationäre Pflege
  • Zusätzliche Betreuungsleistungen bei demenzbedingten Störungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen
Begutachtungsverfahren

Seit Januar 2017 wird bei Neuanträgen auf Leistungen der Pflegeversicherung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) der jeweilige Pflegegrad auf der Grundlage eines neuen Begutachtungsverfahrens ermittelt.

Mit dem auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelten neuen Begutachtungsinstrument wird der Blick auf den Menschen erweitert und Aspekte, wie beispielsweise die Fähigkeit Gespräche zu führen und Bedürfnisse mitzuteilen sowie die Unterstützung beim Umgang mit der Krankheit, zusätzlich mit einbezogen. Dies macht es möglich, Art und Umfang der Leistungen genauer auf den jeweiligen Bedarf abzustimmen.

Grundidee des neuen Begutachtungssystems ist es, dass ab Januar 2017 körperliche, kognitive und psychische Einschränkungen gleichermaßen erfasst und in die Einstufung einbezogen werden. Mit der Begutachtung wird der Grad der Selbstständigkeit in sechs verschiedenen Bereichen (Modulen) gemessen und – mit unterschiedlicher Gewichtung – zu einer Gesamtbewertung zusammengeführt. Daraus ergibt sich die Einstufung in einen der fünf Pflegegrade.

Die sechs Bereiche sind:

1. Mobilität 
2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten 
3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen 
4. Selbstversorgung 
5. Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen 
6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Ergänzende Leistungen wie technische Hilfsmittel, Pflegekurse usw.

Die Versorgung mit Hilfs- und Pflegehilfsmitteln wird erleichtert: Für Hilfs- und Pflegehilfsmittel, die für die Selbständigkeit von Pflegebedürftigen besonders wichtig sind oder welche die Pflege erleichtern, müssen Pflegebedürftige zukünftig keinen gesonderte Verordnung vom Arzt mehr einreichen.

Es reicht ab Januar 2017, wenn die Gutachter des MDK im Rahmen der Prüfung der Pflegebedürftigkeit diese Hilfsmittel empfehlen und die pflegebedürftige Person mit der Empfehlung einverstanden ist. Eine ärztliche Verordnung ist in diesen Fällen nicht mehr erforderlich.

Eine geeignete Pflegeeinrichtung finden

Die Online-Suchdatenbank BKK PflegeFinder hilft Ihnen dabei, eine passende ambulante oder stationäre Pflegeeinrichtung in Ihrer Nähe zu finden.

BKK PflegeFinder öffnen und Pflegeeinrichtung suchen

Besondere häusliche Pflege

Manchmal entscheidet der Arzt, bestimmte Leistungen (z. B. regelmäßige Verbandswechsel oder Injektionen) von Mitarbeitern eines Pflegedienstes erbringen zu lassen. Diese kommen dann zum Patienten nach Hause. Da dies nicht ausschließlich im Falle von Pflegebedürftigkeit sondern bereits bei einer schweren, aber vorübergehenden Erkrankung nötig sein kann, gib es diese Leistung - unabhängig von einer Pflegestufe – auf Rezept.

Näheres erfahren Sie von unseren Fachberatern, die Sie hier gerne nach Kräften unterstützen.

Absicherung auch für Pflegepersonen (z. B. Familienangehörige)

Für Pflegepersonen, die Angehörige bzw. Pflegebedürftige im Pflegegrad 2 bis 5 wenigstens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig zwei Tage in der Woche, zu Hause pflegen, zahlt die Pflegekasse die Beiträge zur Rentenversicherung. Dabei kommt es darauf an, in welchem Umfang die Pflege durch Pflegepersonen erbracht wird und in welchen Pflegegrad der Pflegebedürftige eingestuft ist. Gestaffelt nach Pflegebedürftigkeit steigen die Rentenbeiträge.

Zusätzlich genießen Pflegepersonen den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Der Unfallversicherungsschutz umfasst alle Bereiche, die für die Feststellung von Pflegebedürftigkeit berücksichtigt werden. Zudem sind die Hilfen bei der Haushaltsführung in den Unfallversicherungsschutz mit einbezogen. Hat die Pflegeperson ihre Beschäftigung wegen der Pflegetätigkeit unterbrochen oder auch ganz aufgegeben, zahlt die Pflegekasse für die Dauer der Pflege auch die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung.

Hilfe für den Haushalt

Auch ohne eine „Pflegestufe“ kann man mit der Führung des eigenen Haushaltes überfordert sein. Wenn dann noch Kinder im Haushalt leben, kann dies schnell zu schwierigen Situationen führen.

Wenn in Ihrem Haushalt ein Kind unter zwölf Jahren lebt und Sie wegen einer Krankenhausbehandlung oder auch wegen der Teilnahme an einer Leistung (wie beispielsweise einer Kur) ihren Haushalt nicht mehr führen können, sind wir für Sie da.

Über die genauen Voraussetzungen für die Übernahme einer „Haushaltshilfe“ sowie unsere BKK-Mehrleistung in diesem Bereich beraten wir Sie gern.

Zusatzversicherungen

Mit unserer BKK genießen Sie und Ihre Familie eine umfassende Versicherung. Diesen Schutz können Sie nach Ihren individuellen Ansprüchen ergänzen – mit einer privaten Zusatzversicherung über unseren Kooperationspartner Barmenia Krankenversicherung a. G., z. B. mit Hinblick auf Ihre Zukunft:

  • Pflegezusatzversicherung

Fragen Sie uns direkt zu diesem und weiteren Zusatzversicherungen der SIEMAG BKK. Wir geben Ihnen gerne nähere Informationen.

Infos zu Zusatzversicherungen