Multitalent in Scheckkartenformat.

Die elektronische Gesundheitskarte (kurz eGK) ist der Schlüssel zu einer optimierten medizinischen Versorgung in Deutschland mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen und erweiterten Funktionen.

Funktionen und Merkmale der elektronischen Gesundheitskarte.

Wichtige Gesundheitsdaten immer dabei

Die elektronische Gesundheitskarte verfügt über einen Mikroprozessor-Chip, der zusätzlich zu den administrativen Daten (Name, Adresse und Krankenversicherungsnummer des Inhabers) optional auch elektronische Rezepte sowie medizinische Daten speichern kann – und das nur, wenn Sie dieser Möglichkeit zustimmen. Diese Funktionen tragen dazu bei, unnötige Mehrfachuntersuchungen zu reduzieren und erhöhen die Therapiesicherheit der behandelnden Ärzte.

Technisch sind folgende Funktionen zukünftig mit der eGK denkbar:

  • den elektronischen Arztbrief
  • die elektronische Patientenakte
  • das Patientenfach
  • die Patientenquittung 
  • Notfalldaten (Allergien, Unverträglichkeiten, Erkrankungen, Angehörigenadresse, behandelnde Ärzte usw.)
  • die Arzneimitteltherapie-Sicherheitsprüfung (zur Vermeidung riskanter Neben- und Wechselwirkungen mit anderen Präparaten)

Weitere Aspekte zur Elektronischen Gesundheitskarte

Datenschutz an erster Stelle

Grundsätzlich gilt: Bei allen freiwilligen Anwendungen der Gesundheitskarte entscheidet der Versicherte selbst, welche medizinischen Daten mittels der Karte gespeichert werden. Außerdem kann er bestimmen, wer welche Daten sehen darf. Zudem werden die letzten 50 Zugriffe auf die Daten des Versicherten gespeichert, sodass auch jeder (unwahrscheinliche) Missbrauch dokumentiert und strafrechtlich verfolgt werden kann.

Alle persönlichen Gesundheitsdaten sind mit dem so genannten Zwei-Schlüssel-Prinzip gesichert: Erst wenn die Gesundheitskarte des Versicherten und der so genannte Heilberufsausweis (HBA) des Arztes oder des Apothekers in das Kartenlesegerät eingesteckt werden, kann der Versicherte dem Arzt durch Eingabe der PIN (Persönliche Identifikationsnummer) Einsicht in seine freiwilligen Gesundheitsdaten geben.
Mit Hilfe des HBA können sich Heilberufler wie Ärzte, Zahnärzte, Apotheker elektronisch identifizieren. Der HBA ermöglicht ihnen unter anderem den Zugriff auf die Patientendaten der eGK. Ohne diese Legitimation können keine Daten gelesen und elektronische Rezepte und freiwillige Anwendungen gespeichert werden. Dem Schutz sensibler Gesundheitsinformationen ist also höchste Priorität eingeräumt. 

Europäische Gesundheitskarte integriert

Auf der Rückseite Ihrer eGK ist auch Ihre persönliche Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card, kurz: EHIC) aufgedruckt. Sie sichert Ihnen auch innerhalb des EU-Raums eine medizinische Grundversorgung und ersetzt den bisherigen Auslandskrankenschein.

Die individuelle Karte für mehr Sicherheit

Auf der eGK ist das Foto des Versicherten aufgedruckt, um Kartenmissbrauch vorzubeugen. Jeder Versicherte erhält außerdem eine neue Versichertennummer, die er ein Leben lang behält und im Falle eines Krankenkassenwechsels einfach mitnimmt. 

Jeder erhält eine eigene Karte

Jeder Versicherte erhält eine eigene elektronische Gesundheitskarte mit seinem Foto. Kinder bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres und Versicherte, die aus gesundheitlichen Gründen kein Foto einreichen können, erhalten eine Karte ohne Bild.